Wovon Bildungserfolg wirklich abhängt

Wer erfolgreich ist, habe sich besonders angestrengt oder verfüge über außergewöhnliche Fähigkeiten – diese verbreitete Vorstellung greift zu kurz. In dem Perspective-Daily-Artikel „Intelligenz ist nicht alles – wovon Erfolg wirklich abhängt“ spricht Dr. Anna Cornelia Reinhardt, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Migrations- und Bildungssoziologie der TU Dortmund, über die gesellschaftlichen Voraussetzungen von Bildungs- und Aufstiegserfolg.
Was als Leistung gilt und wie diese bewertet wird, entsteht unter unterschiedlichen sozialen Voraussetzungen, in institutionellen Aushandlungen und auf Grundlage bestimmter Bewertungsmaßstäbe. Auch verschiedene Formen des Wissens werden im Bildungssystem nicht gleichermaßen anerkannt. Welches Vorwissen als wertvoll gilt und welche Fähigkeiten sichtbar werden, ist daher nicht neutral, sondern sozial und institutionell geprägt.
Die Vorstellung, jede Person könne es schaffen, wenn sie sich nur ausreichend anstrenge, individualisiert gesellschaftlich hervorgebrachte Bildungsungleichheiten. Sie verlagert die Verantwortung vom Bildungssystem auf den einzelnen Menschen und blendet aus, dass Chancen, Ressourcen und Anerkennung ungleich verteilt sind.
Im Artikel erklärt Reinhardt, wie Privilegien den Bildungserfolg beeinflussen und weshalb es wichtig ist, individuelle Bildungswege im Zusammenhang mit ihren gesellschaftlichen und institutionellen Bedingungen zu betrachten.
Links:
„Intelligenz ist nicht alles – wovon Erfolg wirklich abhängt“ bei Perspective Daily
