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Fakultät für Sozialwissenschaften
Neue Publikation im Forschungsforum der Zeitschrift itdb

Diversitätssensible und diskriminierungskritische Bildung in der superdiversen Migrationsgesellschaft

Eingeschalteter Laptop, Smartphone und Notizbuch mit Stift auf einem Tisch liegend. © Aliona Kardash​/​TU Dortmund
Dr. Anna Cornelia Reinhardt ist mit zwei Beiträgen am neu erschienenen Forschungsforum „Diversitätssensible und diskriminierungskritische Bildung“ beteiligt. Darin untersucht sie das Verhältnis von Superdiversität, Bildungsungleichheit und Diskriminierung und entwickelt Reflexivität als zentralen Modus diskriminierungskritischer Bildung.

In der Zeitschrift itdb – Inter- und transdisziplinäre Bildung ist das Forschungsforum „Begriffsklärungen in Wissenschaft und Bildung: Diversitätssensible und diskriminierungskritische Bildung“ erschienen. Wissenschaftler:innen unterschiedlicher Disziplinen diskutieren darin, wie diversitätssensible und diskriminierungskritische Bildung theoretisch bestimmt und in Forschung sowie pädagogischer Praxis umgesetzt werden kann.

Dr. Anna Cornelia Reinhardt ist mit zwei Beiträgen am Forschungsforum beteiligt. 

In ihrem englischsprachigen Ausgangsbeitrag „(Super-)Diversity and discrimination in the education systems of migrant societies: perspectives on childhood(s) and inequality“ nimmt sie das spannungsreiche Verhältnis zwischen der zunehmenden Diversifizierung kindlicher Lebenswelten und der fortbestehenden sozialen Ungleichheit in den Bildungssystemen von Migrationsgesellschaften in den Blick. Dabei plädiert sie für ein mehrdimensionales Verständnis von Bildungsungleichheit, das neben formalen Bildungsabschlüssen auch Anerkennungs- und Teilhabechancen berücksichtigt.

Im zweiten Beitrag „Konvergenz und Divergenz. Reflexivität als Modus einer diversitätssensiblen und diskriminierungskritischen Bildung in der superdiversen Migrationsgesellschaft“ führt Reinhardt diese Überlegungen im Austausch mit den weiteren Positionen des Forschungsforums fort. Sie schlägt vor, kritische Reflexivität nicht als ergänzende Methode oder fest umrissenes pädagogisches Programm, sondern als grundlegende Arbeitsweise wissenschaftlicher Forschung und pädagogischer Praxis zu verstehen.

Eine solche Reflexivität richtet sich auch auf die Begriffe, Kategorien und Wissensordnungen, durch die Differenz, Diversität und Zugehörigkeit hervorgebracht werden. Diversitätssensible und diskriminierungskritische Bildung soll gesellschaftliche Macht- und Ungleichheitsverhältnisse sichtbar machen, ohne Differenzen zu essentialisieren oder die eigenen theoretischen und normativen Voraussetzungen aus dem Blick zu verlieren.

Das Forschungsforum ist in Ausgabe 1/2026 der frei zugänglichen Zeitschrift itdb erschienen. Reinhardts Beiträge finden sich auf den Seiten 73–75 und 127–132. https://www.itdb.ch/article/view/11467/10780